Rebalance Center in Unterschleißheim

Evelyn Brosch, Heilpraktikerin für Traditionelle chinesische Medizin und Naturheilverfahren

Studium für Traditionelle Chinesische Medizin in Chengdu, China

TCM Zertifikat, Rebalance Center
 
Chengdu, China
Chengdu, eine Metropole im Westen Chinas und eine von den vier größten Universitätsstädten für chinesische Medizin in China.
In meinem dreiwöchigen Studium an der University of Traditional Chinese Medicine habe ich viele neue Techniken, v.a. im Bereich der Akupunktur lernen dürfen. Vormittags in einem Praktikum im Teaching Hospital, dem Lehrkrankenhaus der Universität direkt am Patienten, nachmittags im Theorieunterricht.
An unserem ersten Montag dort, einem Feiertag in China, lernten wir den weltbekannten und beeindruckenden Meister Zang kennen. Einen Tag übten wir zusammen Qi Gong und hatten so einen wunderbaren Einstieg in die chinesische Philosophie und Medizin. 
Im Folgenden verzichte ich auf Bilder aus dem Praktikum, da ich keine Patienten öffentlich darstellen möchte, um ihre Ehre zu wahren.
Im Nachmittagsunterricht wurden Therapiekonzepte für verschiedene Krankheitsmuster vorgestellt und besprochen, z.B. Wechseljahrsbeschwerden, Kinderwunsch, Allergien und Hautkrankheiten, rheumatische Erkrankungen und viele mehr. Auch Therapiemethoden wie Schädelakupunktur, Schröpfen, Moxibustion und Elektroakupunktur wurden vorgestellt. In der Gruppe und vormittags direkt am Patienten konnten wir als Studenten das Erlernte üben. 
Die Wirksamkeit der verschiedenen Therapiemethoden, deren Kombinationen und die Häufigkeit ihrer Anwendung haben wir im Praktikum über drei Wochen verfolgt. In kleinen Gruppen begleiteten wir täglich verschiedene Professoren für chinesische Medizin bei ihrer täglichen Arbeit, sowohl in der Ambulanz, als auch bei den stationär liegenden Patienten. 
Bei einem Ausflug zum großen Kräutermarkt haben wir einen Einblick in die Vielfältigkeit der chinesischen Kräuterheilkunde erlangt.

Was unterscheidet die Traditionelle Chinesische Medizin in ihrer Anwendung in China und in Deutschland und was verbindet uns?

Erstens werden die Patienten viel öfter traditionell behandelt und der ganze Mensch, nicht nur ein Symptom untersucht. Die Akupunktur wird zum größeren Teil von der Krankenkasse übernommen und ist so für jedermann zugänglich.
Zweitens sind die Chinesen seit Generationen im System und dem Weltbild aufgewachsen. Das Qi zu spüren, während der Akupunktur oder auch beim täglichen Üben von Qi Gong oder Tai Chi, ist selbstverständlich. So ist auch die Angst vor Nadeln oder den Schröpfgläsern weit geringer als in Deutschland.
Es verbindet uns, dass wir genauso wie die Chinesen das Qi spüren können, genau die gleichen Meridianverläufe und Akupunkturpunkte in unserem Körper haben und so auch die gleichen Krankheiten bekommen. In der westlichen Welt haben sie andere Namen bekommen und doch zeigen wir die gleichen Symptome und die gleichen Therapieansätze helfen auf dem Weg zur Heilung. Das Qi zu spüren ist eine Sache der Erfahrung und des Übens - Seien sie mutig und probieren Sie es aus, es fließt in jedem von uns!
Neben der chinesischen Medizin werden die Patienten dort, oft parallel mit der westlichen "Schulmedizin" versorgt. Das sollte auch in Deutschland so erfolgen und noch mehr gefördert werden. Denn Schulmedizin und Naturheilverfahren sind kein Widerspruch, sondern wirken am Besten, wenn sie in einem angenehmen Miteinander angewendet werden.

Ausflüge & Freizeit

An den Wochenenden hatten wir die Möglichkeit das Land zu erkunden. Dazu gehörte die Besichtigung des "Großen Buddhas von Leshan" einer 71m hohen, in den Fels geschlagenen Buddhastatue an einem Fluss, eingebettet in ein wunderschöne Parkanlage. 

Der zweite große Ausflug ging zum Berg Qingcheng einem taoistischen Tempelberg inmitten von chinesischem Bergland. Das Klima bei der dreieinhalbstündigen Besteigung ähnelte einem Tropenhaus, heiß und hohe Luftfeuchtigkeit. Über tausende Treppenstufen und durch verschiedene bezaubernde Tempelanlagen erreichten wir schließlich die Pagode am Gipfel des Berges.

In Chengdu ist eine Panda Aufzuchtsanlage mit einer Parkanlage, in der sich die geschützten Pandabären wohl fühlen und vermehren sollen. Das tierparkartig angelegte Gebiet mit See und Teehaus ist wie die anderen beiden Ausflüge eine Oase und eine Zuflucht aus dem stressig lauten chinesischen Alltag. Von den Pandas können wir lernen wie Meditation, Entspannung und Ruhe wirklich umzusetzen geht - wir nennen es Panda Qi Gong.

Da wir direkt im Universitätsviertel in einem Hotel der Universität untergebracht waren, lebten wir nach einigen Tagen das gleiche Leben wie die chinesischen Studenten. Neben wenigen Malen Essen gehen in umliegenden Restaurants, bekochten uns ansonsten die üblichen Garküchen in den Gassen rund um die Universität. Fällt es auch am Anfang schwer, ohne Chinesischkenntisse die gewünschten Speisen zu bestellen, so macht es am Ende immer mehr Spaß von den leckeren Gerichten überrascht zu werden. Alle bemühen sich einen besonders guten Service zu bieten, alle sind sehr freundlich und zuvorkommend.

Auch am Markt und in den antiken Straßen von Chengdu lassen sich spannende Abende verbringen. Abenteuerlich Handeln auf den Märkten, Massagen und Therapiestunden, sowie leckeres Essen runden die Abende ab.